LandFrauenvorsitzende wird Landwirtschaftsministerin

Der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover beg lückwünscht seine bisherige Vorsitzende Barbara Otte-Kinast zum Ministerposten

Barbara Otte-Kinast ist ab sofort Ministerin für Er nährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Niedersachsen. Der Niedersächs ische LandFrauenverband Hannover (NLV) gratuliert seiner bisherigen Vorsitzenden und wünscht ihr gutes Geschick: "Es ist ein mutiger Schritt. Wir sind stolz, dass eine LandFrau , eine aus unseren Reihen, sich dieser großen Verantwortung stellt, und wünschen ihr von H erzen alles Gute", sagt Christiane Buck, stellvertretende NLV-Vorsitzende Nord.

Der NLV stärkt Frauen in seinem Projekt "Er-folg wi rd weiblich" für Führungspositionen. Vor diesem Hintergrund war für Barbara Otte-Kinast sofo rt klar, als sie für diese Position vorgeschlagen wurde: "Natürlich sage ich ja. Natürl ich traue ich es mir zu, Ministerin zu sein." Ihr Amt als NLV-Landesvorsitzende legt Otte-Kinast mit sofortiger Wirkung nieder. Christiane Buck wird gemeinsam mit Heike Schnepel, der stellve rtretenden Vorsitzenden Süd, den Verband bis zu den turnusgemäßen Wahlen am 7. Juni 2018 kommissarisch führen.

Otte-Kinast war Ende August als erstes Mitglied des Schattenkabinetts von Bernd Althusmann (CDU) als Landwirtschaftsministerin nomi niert worden. Im Rahmen ihrer Koalitionsverhandlungen haben sich dann auch SPD- u nd CDU-Fraktion darauf geeinigt, das Landwirtschaftsministerium Barbara Otte-Kinast zu ü bertragen – als einer, die in der Landwirtschaft zu Hause ist: Barbara Otte-Kinast fü hrt mit ihrem Mann einen Milchhof in Beber (Bad Münder, Landkreis Hameln-Pyrmont) mit Ac kerbau und zwei Biogasanlagen.

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Über den Niedersächsischen LandFrauenverband Hannover

Der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover e. V. (NLV) vertritt die Interessen aller Frauen – unabhängig von Alter, Beruf und Herkunft – und deren Familien im ländlichen Raum. Mit 70.000 Mitgliedern in 276 Ortsvereinen und 39 Kreisverbänden ist er d er größere zweier Landesverbände in Niedersachsen, sei n Verbandsgebiet erstreckt sich östlich der Weser. Der NLV ist der größte Einzelverband im Deutschen LandFraue nverband e. V. (dlv).

Der NLV setzt sich ein für Bleibeperspektiven im lä ndlichen Raum, für die Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Frau en, eine ausreichende wirtschaftliche Basis für Fam ilien, die Stärkung der Hauswirtschaft als Alltagskompetenz un d Profession, den Dialog zwischen den Generationen und zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern. Weitere Schwerpunkte des NLV sind Bildungs- und Pro jektarbeit.

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"Kontakt aufnehmen, mitmischen!"

Beim Tarmstedter Gespräch des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover wurde deutlich, dass der direkte Kontakt zu Politikern mehr Demokratieverständnis schaffen kann.

"Am 24. September wählen zu gehen und über die nächste Bundestagsregierung mitzubestimmen, ist sowohl ein Recht als auch eine Pflicht", sagte Christiane Buck bei der Podiumsdiskussion des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) am vergangenen Freitag in Tarmstedt. "Wir alle sind aufgefordert, Demokratie zu gestalten", appellierte die stellvertretende NLV-Landesvorsitzende. Der NLV hatte angesichts einer seit Jahrzehnten tendenziell abnehmenden Wahlbeteiligung seine Diskussion unter das Motto "Heute für morgen – wählen gehen!" gestellt.

Wie sie ihren Schülern Demokratie näher bringt, erläuterte Antje Gortmann, Politiklehrerin an der Kooperativen Gesamtschule Tarmstedt. Wichtig sei vor allem, den Schüler(inne)n mit auf den Weg zu geben, dass sie gehört werden, wenn sie ihre Anliegen formulieren. "Wenn die Schüler merken, dass ihre Petition im Ausschuss diskutiert wird oder sie eine Antwort auf ihre E-Mail an einen Politiker bekommen, rückt Politik in greifbare Nähe".

Das bekräftigte auch Elisabeth Pape. Die Vorsitzende der Jungen Union Selsingen war auf dem Podium für die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Ulrika Engler eingesprungen, die kurzfristig ausgefallen war. "Politiker sind Menschen zum Anfassen, die man – zum Beispiel bei Podiumsdiskussionen – mit seinen Forderungen konfrontieren kann".

Auf den Bericht der 28Jährigen, sie habe die Erfahrung gemacht, dass ihr als Frau in der Politik bisher keine Steine in den Weg gelegt worden sind, entgegnete Buck: "Das habe ich leider häufig anders erlebt". Sie forderte insbesondere Frauen auf, sich in Gremien einzubringen und mitzumischen: "Oft trauen Frauen sich nicht und geben anderen den Vortritt. Ich sage: Ihr seid toll und könnt etwas bewirken!" Ein erster Schritt könne sein, die Politiker mit den Wahlprüfsteinen des NLV – Forderungen zu acht Themenbereichen, die der NLV vor allem im Hinblick auf die Belange der Frauen und ihrer Familien im ländlichen Raum zugeschnitten hat – zu konfrontieren. "Nehmen Sie diese Prüfsteine und fragen Sie Ihre Politiker, wie sie sie umsetzen wollen", sagte Buck. Antje Gortmann zweifelte an: "Ist es nicht sehr viel verlangt und fordert ein hohes Maß an Demokratieverständnis, sich im Vorwege der Wahlen mit Ihren Wahlprüfsteinen auseinanderzusetzen?" Buck setzte dem entgegen: "Mit den Forderungen wollen wir es den Wahlberechtigten möglichst einfach machen. Sie sind auf den Punkt formuliert".

Am Ende der Diskussion lud die Moderatorin Birgit Wessel, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim NLV, das Publikum an den NLV-Stand ein. Hier hatten die Besucher(innen) vier Tage lang die Gelegenheit, ihr Wissen zum Verfahren der Bundestagswahlen zu testen und eigene politische Forderungen zu notieren.

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Barbara Otte-Kinast für Ministerposten nominiert

CDU schickt mit Barbara Otte-Kinast die Vorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) als mögliche neue Agrarministerin ins Rennen

Hannover – Die CDU geht mit Barbara Otte-Kinast als Anwärterin auf den Ministerposten für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in den Landtagswahlkampf. Die Vorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) wurde gestern auf einer Pressekonferenz von CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann als erstes Mitglied seines Kompetenzteams vorgestellt.

Mehr Frauen in die Politik: Das ist ein Anliegen des NLV. Denn Frauen haben aufgrund ihrer Lebensbedingungen und Erfahrungen eigene Vorstellungen und Entwicklungsideen und gestalten Politik oftmals mit viel Empathie und Diplomatie. Barbara Otte-Kinast lässt ihr Amt als Landesvorsitzende ab sofort ruhen.

Barbara Otte-Kinast betreibt Landwirtschaft mit Herzblut, führt mit ihrem Mann einen Milchhof in Beber (Bad Münder, Landkreis Hameln-Pyrmont) mit Ackerbau und zwei Biogasanlagen.

Im NLV hat sich die 52-Jährige in der Interessenvertretung für den ländlichen Raum stark gemacht. Besonders am Herzen liegen ihr Projekte in der Verbraucherbildung und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Themenschwerpunkt Landwirtschaft: "Dialog auf Augenhöhe – Landwirtschaft qualifiziert erklären" und "Landwirtschaft für kleine Hände".

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2.400 "neue" LandFrauen

Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover auf gutem Kurs: Das zeigen rund 2.400 Neueintritte.

Hannover – Im Jahr 2016 sind rund 2.400 Frauen dem Niedersächsischen LandFrauenverband Hannover (NLV) beigetreten. Das geht aus dem Statistischen Arbeitsbericht des Landesverbandes hervor. Die Zahlen zeigen, dass das Angebot der im NLV organisierten 275 Ortsvereine und 39 Kreisverbände gut ankommt im ländlichen Raum. Neben einem breiten Spektrum an Bildungsmaßnahmen bietet der NLV in seiner Projektarbeit den Mitgliedern die Gelegenheit, sich aktiv mit ihren Stärken einzubringen. Darüber hinaus kommt gut an, dass sich der NLV bei den politischen Entscheidern für die Belange der Frauen und Familien im ländlichen Raum einsetzt.

Absolut gleichen die Mitgliederzuwächse die -abgänge nicht aus. Insgesamt hat sich die Mitgliederzahl im Vergleich zu 2015 um 472 auf 67.389 verringert. Da das Ausscheiden in 832 Fällen aufgrund des Lebensendes und in 545 Fällen altersbedingt erfolgt ist, sieht sich der NLV in der Mitgliederentwicklung insgesamt auf gutem Kurs.

Der Verband richtet seine Arbeit in allen Bereichen, von der Bildung über die Interessenvertretung bis hin zur Projektarbeit, an den realen Bedarfen der Frauen und Familien im ländlichen Raum aus. Die Vorstandsmitglieder des NLV leben einen engen Kontakt zur Basis, zeigen vor Ort durch Schulungen, Grußworte und Vorträge Präsenz. Durch den direkten Austausch entstehen Ideen für die Arbeit auf Landesebene. Ein Beispiel: Das Dreijahresthema „Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnung“ von 2017 bis 2019 wurde im Vorfeld intensiv diskutiert – und ein einstimmiger Konsens dafür bei einer außerordentlichen Versammlung des NLV-Hauptausschusses im März 2016 erzielt. Dazu hat der NLV Experten, die aus der Praxis berichteten, eingeladen. . Vor Ort engagieren sich viele Vereine für die Integration von Geflüchteten und anderen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen.

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Landwirtschaft und Presse

Die Auftaktveranstaltung zum 3-Jahresthema der LandFrauen "Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnung" in Friedland war ein kräftiger Motivationsschub für die Integrationsarbeit vor Ort. Als Reaktion auf das 9-Punkte-Papier zur medizinischen Versorgung hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen das Gespräch gesucht. Bei einem Erfahrungsaustausch "Landwirtschaft und Presse" ging es um den richtigen Umgang mit Medienvertretern.

"Integration: Wir schaffen das!"

"Wir brauchen Menschen, die Flagge zeigen und bereit sind, sich für alle Gruppen am Rande der Gesellschaft zu engagieren", sagte Barbara Otte-Kinast zu Beginn der Auftaktveranstaltung für das 3-Jahresthema des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) "Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnung". "Die Veranstaltung soll Auftrieb geben und unsere LandFrauenvereine und Kreisverbände motivieren, Integration in ihr Bildungsprogramm aufzunehmen und Aktionen vor Ort durchzuführen", sagte die Landesvorsitzende vor rund 140 Gästen und LandFrauen im Grenzdurchgangslager Friedland.

Integration: Handout für die Bildungsarbeit der Vereine

Pünktlich zur Auftaktveranstaltung ist die Broschüre zum 3-Jahresthema "Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnung" erschienen. Sie ist eine Handreichung für die Bildungsarbeit in unseren Mitgliedsvereinen, also für Multiplikatorinnen gedacht. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf sagte zur Broschüre: "Es sind darin sehr viele wertvolle Anregungen. Ich werde mir das eine oder andere davon abgucken".

Verbesserte medizinische Versorgung bedeutet auch verbesserte Mobilität

Mit ihrem 9-Punkte-Papier zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum haben der NLV, der LandFrauenverband Weser-Ems und die niedersächsische Landjugend offenbar einen Nerv getroffen. Denn neben vielen Reaktionen aus der Politik und aus der Medizinbranche hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) Vertreter der LandFrauenverbände und der Landjugend zu einem Austausch eingeladen. "Wir haben bei der Landbevölkerung und in der Diskussion mit Branchenvertretern Ideen für eine bessere medizinische Versorgung gesammelt und unsere Forderungen entwickelt", erläuterte Heike Schnepel dabei die Entstehungsgeschichte des Papiers. "Vor allem aber haben wir festgestellt, wie sehr das Thema die Menschen beschäftigt", betonte die stellvertretende NLV-Vorsitzende.

"Initiativ, offen und selbstbewusst kommunizieren"

Erfahrungsaustausch "Landwirtschaft in der Presse" des NLV gibt wichtige Impulse für den Umgang mit Medienvertretern und informiert über das "Forum Moderne Landwirtschaft", das einer breiten urbanen Öffentlichkeit die Arbeit der Agrarbranche näherbringt.

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Medizinische Versorgung der Zukunft sicherstellen!

Die niedersächsischen Landesverbände der LandFrauen und die Niedersächsische Landjugend richten neun Forderungen für die Entwicklung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum an Entscheider in Politik und Gesundheitswesen. Hannover – „Eine wichtige Bleibeperspektive für Menschen im ländlichen Raum ist eine verlässliche medizinische Versorgung – so schnell wie möglich müssen deshalb die Weichen richtig gestellt werden“, mahnt die Vorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) Barbara Otte-Kinast. Gemeinsam mit dem Schwesterverband in Weser-Ems und der Niedersächsischen Landjugend richtet der NLV neun Forderungen an die Politik und an die Akteure im Gesundheitswesen wie die Vertretungen der Ärzte, der Gemeinden und der Krankenkassen.

Zu den Hauptforderungen in dem Papier gehören die Förderung von Ärzten bei Neugründungen und Übernahmen von Praxen im ländlichen Raum, flexible Arbeitsbedingungen für Ärzte im Angestelltenverhältnis, Entlastung durch nichtärztliche Praxisassistenten und flächendeckende Breitbandversorgung, um der Telemedizin Vorschub zu leisten. Um mehr junge Menschen für ein Medizinstudium mit dem Ziel einer Tätigkeit im ländlichen Raum zu begeistern, muss das Image des Berufsbilds „Facharzt für Allgemeinmedizin“ verbessert werden. Außerdem sollte eine angemessene Anzahl an Studienplätzen für Studierende, die auf dem Land praktizieren wollen, vorbehalten sein. Alle Forderungen der drei Verbände zum Thema „Medizinische Versorgung“ finden Sie im Positionspapier. Es steht zum Download bereit auf www.landfrauen-nlv.de, auf www.landfrauenverband-weser-ems.de und auf www.nlj.de.

„Im Notfall keine Medizin?“

Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover fordert Maßnahmen zum Erhalt von Apotheken im ländlichen Raum

Hannover – Mit Sorge betrachtet der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover (NLV) den zunehmenden Rückzug der Apotheken aus strukturell schwachen Gebieten und Stadtrandlagen. „Die Versorgung der Bevölkerung, insbesondere von älteren Menschen, vor allem mit rezeptpflichtigen Medikamenten wird in ländlichen Gebieten immer schwieriger“, sagt Heide von Limburg, NLV Beisitzerin für die Entwicklung ländlicher Räume. Weder der Versandhandel noch die Einrichtung von sogenannten Rezeptsammelstellen (Briefkästen für Rezepte, die von Fahrern von Apotheken bedient werden) könnten das Versorgungsdefizit beheben. „Besonders gravierend ist die fehlende Notfallversorgung nachts, an Feiertagen oder bei akuten Erkrankungen“, führt von Limburg aus. Doch auch die individuelle Beratung des Kunden, Gespräche über sachgerechte und altersgerechte Dosierungen, Gefahren für Allergiker, angepasste Arzneiformen bei Schluckbeschwerden und sachgerechte Aufbewahrung müssten weiterhin stattfinden. „Daher ist es wichtig, die Apotheken vor Ort zu stärken“, fordert von Limburg.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EUGH), bei ausländischen Versandapotheken Preisnachlässe und die Zahlung von Boni auch bei rezeptpflichtigen Arzneien zuzulassen, führt zu einer deutlichen Wettbewerbsverzerrung zwischen Online-Versandapotheken und Vor-Ort-Apotheken. Letztere sind an die in Deutschland geltende Arzneimittelverordnung und die festgeschriebenen Preise gebunden und erheblich benachteiligt. Geben örtliche Apotheken auf, geht das nicht nur zulasten des Verbrauchers, sondern auch der Arzneimittelsicherheit. Außerdem gehen qualifizierte Arbeitsplätze – vielfach von Frauen – verloren.

Im Interesse der Menschen, die auf dem Land Leben, steht die Politik in der Verantwortung, die Arzneimittelversorgung zu sichern. „Um die Abwärtsspirale der Infrastruktur auf dem Land aufzuhalten fordert der NLV geeignete Maßnahmen, die den Rückzug der Apotheken eindämmen“, sagt von Limburg.

Volle Kraft voraus im Jahr 2017!

Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover startet mit einer Vielzahl von Projekten und Aktivitäten durch.

Hannover – Mit dem Niedersächsischen LandFrauenverband Hannover (NLV) verspricht das Jahr 2017 im besten Sinne turbulent zu werden. Denn der Verband hat sich eine Vielfalt von öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten und Projekten vorgenommen. „Wir LandFrauen reden nicht nur, wir packen die gesellschaftlichen Themen an, die uns auf den Nägeln brennen“, sagt die Landesvorsitzende Barbara Otte-Kinast.

Zu den besonders öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten zählt die Auftaktveranstaltung zum NLV-Dreijahresthema „Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnungen“ am 29. März im Grenzdurchgangslager Friedland (Landkreis Göttingen). Hier wird es um verschiedene Aspekte von „Integration“ gehen und eine Führung durch das Lager geben. Außerdem wird der NLV seine Handreichung für die Bildungsarbeit seiner Vereine vorstellen. „Viele unserer Vereine sind bereits in der Flüchtlingshilfe aktiv, mit unseren Impulsen wird sich das Engagement noch verstärken“, ist sich Otte-Kinast sicher.

Am 11. Juni laden niedersachsenweit LandFrauenvereine ein zu „Hereinspaziert – in lebendige Dörfer und Gärten! – der LandFrauen-Aktionstag“. Gemeinsam mit dem LandFrauenverband Weser-Ems zeigt der NLV einem breiten Publikum dann zum zweiten Mal Dorfleben in seiner schönsten Form. Ganze Dorfgemeinschaften bereiten schon jetzt Ausstellungen, Rundgänge und Darbietungen vor. Bei der fünften Aktionswoche „Landwirtschaft für kleine Hände“ werden Kindergartenkinder Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben. Gemeinsam mit dem Landesverband Weser-Ems lädt der NLV vom 15. bis 19. Mai auf die teilnehmenden Höfe ein.

Das ebenfalls landesweite Projekt „Kochen mit Kindern“ geht mit teilweise neu aufgelegten Materialien ins zwölfte Jahr. Dabei bringen LandFrauen Schulkindern bis zur sechsten Klasse an Aktionstagen den Umgang mit Lebensmitteln näher. Weiterhin qualifiziert der NLV Frauen in der Landwirtschaft in dem Projekt „Dialog auf Augenhöhe – Landwirtschaft qualifiziert erklären“. An einem Oktober- und einem Novemberwochenende werden die Teilnehmerinnen Kommunikationstechniken trainieren und anschließend Besuchergruppen auf ihre Höfe einladen.

Gleich vier Mal startet der NLV-Workshop „Er-folg wird weiblich – Frauen stärken!“. Dabei lernen Frauen, die eine Führungsposition innehaben oder anstreben – egal ob im Beruf, in der Politik oder im Verband, sich in Männerdomänen zu behaupten. (Orte und Termine auf www.landfrauen-nlv.de) Neben seiner vielfältigen Bildungs- und Gremienarbeit wird sich der NLV darüber hinaus mit einem Stand und einer Podiumsdiskussion bei der „Tarmstedter Ausstellung“ (7.–10. Juli) präsentieren, er plant ein Scheunengespräch anlässlich Erntedank und lädt seine Ehemaligen am 13. Juni ins Haus am Steinberg nach Goslar.

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Minister sucht Austausch mit den LandFrauen

Themen sind die Projekte „Kochen mit Kindern“ und „Transparenz schaffen“ und die Belastung ländlicher Räume durch den Wolf.

Zu unserem Foto rechts:Vor ministereigenen Bienenstöcken: Minister Christian Meyer, Barbara Otte-Kinast, Christiane Buck, Heike Schnepel (NLV-Vorsitzende und ihre Stellvertreterinnen) und Dr. Andrea Wälzholz (Ministerium) (von rechts)

Hannover – Der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover (NLV) und Landwirtschaftsminister Meyer haben sich zu einem regen Austausch über aktuelle Anliegen getroffen. Die Landesvorsitzende dankte ausdrücklich für die Förderung des Projektes „Kochen mit Kindern“. „Das Projekt ist seit mehr als zehn Jahren Türöffner für eine gesunde Ernährung. Außerdem ermöglicht es einen vorurteilsfreien Zugang zu Herkunft und Verarbeitung heimischer Produkte. Dennoch muss noch viel mehr Verbraucherbildung an Schulen geleistet werden“, sagte Barbara Otte-Kinast. Minister Meyer sicherte auch für die Zukunft seine Unterstützung der verschiedenen Projekte der LandFrauen in diesem Bereich zu.

Nicht so problemlos sei die Verabschiedung einiger EU-Richtlinien für den Förderzeitraum 2014–2020 verlaufen. Die LandFrauen beklagten, dass vor allem die Richtlinie für das Bildungsprojekt „Transparenz schaffen“ zu spät auf den Weg gebracht wurde, was für viele Träger und Organisationen zu erheblichen Umsetzungsproblemen geführt habe.

Kritisch sahen die LandFrauen die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen. „Wir müssen die Sorgen der Bevölkerung um die Sicherheit ihrer Kinder ernst nehmen genauso wie die der Touristen im ländlichen Raum“, sagte die Landesvorsitzende. „Ganz unabhängig davon dürfen die negativen Folgen für die Landwirtschaft nicht unterschätzt werden.“ Sie forderte Minister Meyer auf, sich in die Diskussion um den Wolfbestand einzumischen und alles zu tun, dass Menschen und Betriebe nicht weiter gefährdet werden.

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Im Zeichen der Energie - NLV feiert und fordert

Landes-LandFrauentag in Cuxhaven schließt Dreijahresthema "Energie mit Köpfchen – LandFrauen schaffen Durchblick" ab. 800 LandFrauen und Gäste reflektieren, diskutieren – und amüsieren sich.

Die NLV-Vorsitzende Barbara Otte-Kinast (Mitte) und ihre Stellvertreterin Christiane Buck tanzen gemeinsam mit dem Comedian Christoph Brüske zur dessen Hymne auf den NLV

Cuxhaven, Hannover – Dass ein gesellschaftlich brisantes Thema nicht ausschließlich ernst behandelt werden muss, hat der LandeslandFrauentag des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) am Mittwoch in Cuxhaven gezeigt. Bei der Showeinlage des Comedians Christoph Brüske aus Niederkassel hielt es rund 800 LandFrauen und Gäste vor Lachen kaum auf den Stühlen in den Historischen Hapag-Hallen. Der Entertainer zündete ein intelligentes Feuerwerk aus Kalauern zum Thema Energie, nannte das Fahren auf E-Bikes "betreutes Strampeln" und forderte aus Energiespargründen mit Nachdruck, mit Bügeln aufzuhören: "Stop Ironing!".

Mit dieser kabarettistischen Einlage feierte der NLV mit seinen Ortsvereinen und Kreisverbänden drei Jahre lang intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Energie mit Köpfchen – LandFrauen schaffen Durchblick“. In einer umfangreichen Powerpoint-Präsentation mit Musik ließen die Anwesenden die Veranstaltungen, Fahrten und Aktionen in den Jahren 2014 bis 2016 Revue passieren. „Wir sind stolz auf das, was ihr geleistet habt“, adressierte die Landesvorsitzende Barbara Otte-Kinast an die Mitgliedsvereine und Kreisverbände.

In der Preisverleihung zum Wettbewerb „Energie mit Köpfchen – wer hat den besten Durchblick geschaffen?“ zeichnete der NLV besonders aktive Vereine und Verbände aus. Den ersten Platz belegte der LandFrauenverein Schneverdingen. Der Ortsverein hatte mit seinen Aktionen von Podiumsdiskussion über Segwayparcours bis hin zu Windräderbasteln mit Kindern mehr als 300 Menschen für das Thema sensibilisiert. Der zweite Preis ging an den Kreisverband Gifhorn. Dessen Aktionen vom Verleihen von Strommessgeräten bis hin zum Testfahren mit Elektroautos wiesen einen besonderen praktischen Bezug auf. Der dritte Preis ging an den Kreisverband Grafschaft Hoya. Dieser hat vielfältige Aktionen von langer Hand geplant und startet im zweiten Halbjahr 2016 zum Thema durch. Die Vorsitzenden der Vereine (Gabriele Riebesell, Schneverdingen, Ilsemarie Dralle, Gifhorn, und Jutta Hohnholz, Hoya) nahmen die Preise aus den Händen der Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes Brigitte Scherb und der NLV-Vorsitzenden Barbara Otte-Kinast entgegen.

Auf dem Podium stellten sich Experten den Fragen von Moderator Hinrich Neumann zum Thema "Wie kann die Energiewende gelingen?". "Das Thema muss in den Köpfen der Menschen ankommen, darum fordern wir, dass nachhaltiges Wirtschaften auf die Lehrpläne der Schulen gesetzt wird", sagte Otte-Kinast unter Applaus. Prof. Elisabeth Leicht-Eckardt, Expertin zum Thema "Nachhaltiger Haushalt", plädierte dafür, bei Rezepten neben dem Brennwert auch den Energieverbrauch anzugeben. Ein Wettbewerb zur Ermittlung besonders energiesparender Zubereitung von Rezepten wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu effizienterem Kochen und Haushalten. "Fördergelder sollten nur in Verbindung mit entsprechenden Bildungsveranstaltungen ausgegeben werden", betonte Leicht-Eckardt.

Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen forderte steuerliche Anreize und Fördermittel für Dämmung und Einsparmaßnahmen bei fossilen Brennstoffen in Privathaushalten. Dr. Thorsten Jörn Granzow von Siemens AG in Cuxhaven, die derzeit ein neues Turbinenwerk für Offshore-Windräder errichtet und damit rund 1.000 Arbeitsplätze in der Region schafft, stellte verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik als Grundvoraussetzung für das Gelingen der Energiewende heraus.

Barbara Otte-Kinast unterstrich eine Forderung des NLV zum Thema. „Solarstrom von norddeutschen Ackerflächen ist der falsche Weg. Wenn Menschen dort, wo weniger wächst, aber die Sonne intensiv scheint, mit erneuerbaren Energien ihr Geld verdienen könnten, hätten sie eine Bleibeperspektive in ihrer Heimat.“ An diesem Punkt bilden das bisherige und das künftige Dreijahresthema des NLV eine Schnittmenge: Denn von 2017 bis 2019 heißt ein Schwerpunkt im NLV: "Integration mit Herz und Verstand – LandFrauen schaffen Begegnung". Dabei soll es um die Integration von Flüchtlingen und gesellschaftlich benachteiligten Gruppen gehen. "Die Energiewende liegt uns weiter am Herzen", betonte Otte-Kinast. Das Thema wirke von der Basis bis zur Landesebene auch künftig nach.

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8.700 Mal Bildung auf dem Land

Die Bildungsveranstaltungen des NLV sind beliebt: 2015 ist ihre Anzahl erneut gestiegen. Mehr als 225.000 Frauen und Männer haben daran teilgenommen.

Hannover – 8.683 Bildungsmaßnahmen haben innerhalb des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV) im Jahr 2015 stattgefunden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 186. Mehr als 225.000 Teilnehmer/-innen haben das vielfältige Angebot an Vorträgen, Kursen, Seminaren, Fahrten und Arbeitsgruppen in Anspruch genommen. Das geht aus dem Statistischen Arbeitsbericht 2015 des NLV hervor.

„Die Zahlen zeigen, dass die LandFrauen ein wichtiger Bildungspartner für Frauen – und einige Männer – im ländlichen Raum sind“, sagt Barbara Otte-Kinast. „Gründe dafür sind das vielseitige und bezahlbare Angebot, die Nähe zum Wohnort und die Wohlfühlatmosphäre bei den Veranstaltungen“, ergänzt die Landesvorsitzende.

Das thematische Spektrum der Veranstaltungen reicht von Gesundheit und Sport, Kunst und Kultur über Landwirtschaft, ländlicher Raum und Umwelt bis hin zu Wirtschaftspolitik und Rechtsfragen sowie Kommunikation und Verbandsmanagement. Vor allem die intensive Seminar- und Kursarbeit nimmt an Beliebtheit zu: Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet der NLV hier einen Zuwachs von 687 Maßnahmen.

Dass das Angebot der LandFrauenvereine insgesamt attraktiv und für viele Frauen interessant ist, dafür sprechen 2.365 Neueintritte in die 276 Vereine und 39 Kreisverbände, die im NLV organisiert sind, im Jahr 2015. Neben der Bildungsarbeit sind die Schwerpunkte der LandFrauenarbeit die Interessenvertretung der Frauen und Familien im ländlichen Raum sowie die Projektarbeit, bei der die Mitglieder ihre Fähigkeiten aktiv einbringen können. Die Gesamtmitgliederzahl des NLV lag zum Ende des Jahres 2015 bei 67.861.

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Übergriffe auf Frauen verhindern – Vorverurteilungen unterlassen

Sexuelle und tätliche Übergriffe, wie sie in der Silvesternacht in Köln geschehen sind, gefährden die freiheitliche Gesellschaft in Deutschland – und sind nicht hinnehmbar – bei allem Integrationswillen.

Hannover – Der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover (NLV) verurteilt die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und weiteren deutschen Städten. "Wer das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und die Würde von Frauen verletzt, macht sich strafbar – und Straftaten müssen verfolgt werden – ganz unabhängig von der Herkunft der Täter", sagt die NLV-Vorsitzende Barbara Otte-Kinast. Um Frauen besser zu schützen, fordert der NLV eine Verschärfung des deutschen Sexualstrafrechts. Für den Straftatbestand der sexuellen Nötigung muss ein klares Nein des Opfers ausreichen.

"Die freiheitliche Gesellschaftsordnung in Deutschland ist eine gewachsene Errungenschaft, die durch Zuwanderung von Männern mit einem veralteten Frauenbild nicht gefährdet werden darf", stellt Otte-Kinast außerdem klar. Es dürfe nicht sein, dass Frauen, Mädchen und Kinder sich fürchten, auf die Straße zu gehen. Flüchtlinge in Deutschland müssten bereit sein, sich an die hierzulande geltenden Regeln und Konventionen zu halten. Wer sie nicht respektiere und straffällig werde, der müsse leicht abgeschoben werden können (es sei denn, er ist in seinem Heimatland vom Tod bedroht).

Zugleich warnt der NLV vor Vorverurteilungen: "Die Ereignisse von Köln dürfen die deutsche Flüchtlingspolitik nicht grundsätzlich infrage stellen", sagt Otte-Kinast. Die Straftaten dieser Männer dürften sich nicht zum Nachteil für alle Flüchtlinge in Deutschland auswirken. "Ein Generalverdacht gegenüber Flüchtlingen ist grundfalsch. Zuwanderung bedeutet in vielfältiger Hinsicht eine Bereicherung für unsere Gesellschaft und wir müssen nach Kräften darauf hinwirken, dass Integration gelingt", betont sie.

Eine Plattform gegen sexualisierte Gewalt finden Sie im Internet www.ausnahmslos.org.

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Gleiches Entgelt für Frauen und Männer

Drei Equal Pay Beraterinnen aus Niedersachsen engagieren sich für die Reduzierung der Entgeltungleichheit

Hannover, Berlin – 200 Stunden intensives Lernen liegen hinter den drei Equal Pay Beraterinnen aus Niedersachsen, die der Deutsche LandFrauenverband (dlv) in einem einmaligen Projekt von 2013 bis 2015 qualifiziert hat, um auf die massive Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern und deren Konsequenzen für die Altersversorgung aufmerksam zu machen.

Foto rechts:Die drei niedersächsischen Equal Pay Beraterinnen: Marleen Knust, Maike Rick und Sonja Butz Georg (v. l.) Foto: dlv

Sonja Butz-Georg aus Kirchlinteln, Marleen Knust aus Neuenkirchen und Maike Rick aus Bleckede haben sich mit weiteren zehn LandFrauen aus dem gesamten Bundesgebiet in fünf Präsensseminaren, ergänzt um begleitende Hausaufgaben und einer Praxisphase, mit dem komplexen Themenfeld beschäftigt.

Dabei wurden sie mit den Grundlagen der Beratung vertraut gemacht und lernten Definitionen, Konzepte und Ursachen des Gender Pay Gap in Deutschland. Ein wesentlicher Teil war die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Entgeltlücke für die Frauen, aber auch für die Gesellschaft. In der Projektphase stellten die Equal Pay Beraterinnen unter Beweis, wie sie eigene Projekte von der Idee bis zur Umsetzung verwirklichen können.

Alle Equal Pay Beraterinnen stehen nur in den Startlöchern, um Frauen und Männer, Arbeitgeber, Schulen, Vereine, Kammern und weitere für das Thema zu sensibilisieren, darüber zu informieren und zu beraten. „Ich gratuliere den Equal Pay Beraterinnen herzlich zu ihrem Abschluss; sie leisten einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg der gleichen Bezahlung für Männer und Frauen“, so Barbara Otte-Kinast. „Wir dürfen aber Politik und Wirtschaft nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Sie müssen die Rahmenbedingungen schaffen, damit Entgeltgleichheit zur Wirklichkeit wird“, fordert die Landesvorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover e.V. (NLV).

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Ehrenamt verlässlich fördern

Ehrenamtliches Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen. Damit das so bleibt, braucht es mehr Förderung und Wertschätzung.

Rund 70.000 Frauen engagieren sich in den 39 Kreisverbänden und 278 Ortsvereinen des Niedersächsischen LandFrauenverbands Hannover (NLV). Was sie im ländlichen Raum für Bildung, Daseinsvorsoge und gesellschaftliches Miteinander leisten, ist unverzichtbar für den Staat.

"Vereinsarbeit lebt von kontinuierlichem undverlässlichem Engagement", sagt die NLV-Vorsitzende Barbara Otte-Kinast anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamts.

Doch die Bereitschaft, sich durch ein Ehrenamt dauerhaft zu verpflichten, lasse nach. Immer mehr Frauen sind gleichermaßen berufstätig und haben Familie. „Sie brauchen mehr Anreize für ein Engagement in Vereinen und für die Übernahme ehrenamtlicher Führungspositionen“, sagt Otte-Kinast und fordert Regelungen, mit denen Frauen ein Ehrenamt verantwortungsvoll ausüben und mit Beruf und Familie vereinbaren können.

Im Einzelnen fordert der NLV:

- eine verlässliche und dauerhafte Unterstützung der Verbände und Vereine im ländlichen Raum,

- gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die ein ehrenamtliches Engagement neben der Erwerbs- und Familientätigkeit ermöglichen, dazu gehören bezahlte Freistellungen zur Ausübung von verbandlichen Führungsaufgaben,

- die Ausweitung steuer- und versicherungsrechtlicher gesetzlicher Bestimmungen für die materielle Absicherung des Ehrenamts nicht nur in als gemeinnützig anerkannten, sondern in allen sozial, kulturell oder für die Bildung aktiven Vereinen und Verbänden,

- die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements in Form von Rentenpunkten,

- die steuerliche Gleichsetzung der „Zeitspende“ des Ehrenamtes mit Geldspenden,

- die Stärkung der Anerkennungskultur durch Ehrungen und Vergünstigungen für ehrenamtlich Aktive,

- den Anspruch auf Qualifizierung für ehrenamtliche Aufgaben und auf Freistellung vom Arbeitsplatz für die Teilnahme daran. Gleichzeitig müssen die im Ehrenamt erworbenen Schlüsselqualifikationen, z. B. beim Wiedereinstieg in den Beruf, anerkannt werden,

- regionale Beratungsmöglichkeiten, die Ehrenamtlichen bei rechtlichen, steuerlichen und sonstigen Fragen zur Seite stehen.

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Der Deutsche LandFrauenverband (DLV) informiert

LandFrauen und QS setzen auf gemeinsame Verbraucherkommunikation

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. und die QS Qualität und Sicherheit GmbH engagieren sich gemeinsam für Ernährungsbildung und Verbraucheraufklärung rund um gute Lebensmittel. In der EU-geförderten Informationskampagne "QS-live. Initiative Qualitätssicherung" wird die seit 2011 bestehende Kooperation aktiv fortgesetzt.

Mit der EU-geförderten Kampagne "QS-live. Initiative Qualitätssicherung" beschreitet die QS Qualität und Sicherheit GmbH neue Wege im Dialog zwischen Landwirt und Verbraucher. Die interaktive Plattform QS-live macht den Weg von Schnitzel, Apfel und Co – vom Landwirt bis zur Ladentheke – lebendig und zeigt, wie sichere Lebensmittel produziert werden. Hier treten die LandFrauen als kompetente Expertinnen zum richtigen Umgang mit frischem Fleisch, Obst und Gemüse auf. "LandFrauen sind authentische Botschafterinnen, die grundlegende Alltagskompetenzen zum kundigen und bewussten Umgang mit frischen Lebensmitteln vermitteln", sagt Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS. "Mit dem gemeinsamen Engagement wollen wir interessierte Verbraucher gezielt ansprechen und das Vertrauen in unsere guten Lebensmittel stärken", so Nienhoff. "Wir freuen uns, dass die Kooperation mit QS fortgesetzt wird. Ernährungsbildung und Verbraucheraufklärung sind für uns LandFrauen seit jeher eine Herzensangelegenheit. Wir setzen auf Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche - die Verbraucher von morgen. LandFrauen wissen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert und wie unser Essen entsteht. Sie sind mittendrin und erleben täglich wie Erzeugnisse ihren Weg zum Verbraucher finden. Dabei spielen Qualität, Herkunft, Sicherheit und Verarbeitung der Produkte eine große Rolle" erklärt dlv-Präsidentin Brigitte Scherb.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen LandFrauenverband und QS ist langfristig angelegt, die konkreten gemeinsamen Aktionen sind bereits in Planung. LandFrauen, mit Interesse für die Ernährungs- und Verbraucherbildung, können sich als Expertinnen zum Umgang mit frischen Lebensmitteln einbringen. Im Dialog mit Verbrauchern, ob im Internet und auf Facebook, oder auf Veranstaltungen sowie im direkten Kontakt in Supermärkten, sorgen sie für Klarheit und Vertrauen rund um die Erzeugung unserer Lebensmittel. Und sie geben Tipps für die sichere und bewusste Verwendung zuhause.

Das Wissen um Herkunft, Verarbeitung und Zubereitung der Lebensmittel sowie die Qualitätssicherung entlang der gesamten Erzeugerkette bis hin zum Verbraucher sind weiterhin zentrale Themen der Kooperation.

Mehr Informationen zu "QS-live" und zur Kooperation mit den LandFrauen gibt es im Internet unter www.qs-live.de

Die QS Qualität und Sicherheit GmbH ist Systemgeber und Träger des QS-Prüfsystems für Lebensmittel. Die von QS definierten Standards legen für alle Stufen der Wertschöpfungskette – von der Futtermittelwirtschaft bis zum Lebensmitteleinzelhandel – strenge, nachprüfbare Produktionskriterien fest. Die stufenübergreifende Überwachung dieser Kriterien sowie die Rückverfolgbarkeit der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und der daraus hergestellten Lebensmittel kennzeichnen das System. Mehr als 109.000 Unternehmen aus den Bereichen Futtermittel, Landwirtschaft, Schlachtung/Zerlegung, Verarbeitung, Fleischerhandwerk, Großhandel und Lebensmitteleinzelhandel sowie gut 29.000 Unternehmen aus dem Bereich Frisches Obst, Gemüse, Kartoffeln haben sich bislang für die Teilnahme am QS-Prüfsystem für Lebensmittel entschieden.